Marco Tuccis Verletzung bereitet Sorgen



Marco Tuccis Verletzung überschattete das 3:3 (0:1) der Reutlinger Regionalliga-Fußballer im Testspiel beim SV Waldhof Mannheim. Der Stürmer, der bei der Reutlinger Aufholjagd nach einem 0:3-Rückstand zwei Treffer erzielt hatte (65./86.) - das dritte SSV-Tor steuerte Anton Makarenko bei (84.) - verletzte sich beim Ausgleichstreffer am linken Sprunggelenk.

Frank Pleyer

Am Sonntag lautete die erste Diagnose von Mannschaftsarzt Gunnar Teucher: Außenbandriss. »Wenn's nichts Schlimmeres ist, könnte ich vermutlich in 14 Tagen mit Tape-Verband wieder spielen«, sagte Tucci, der die Spiel-Szene mit den Worten kommentierte: »Ich habe einen Schlag aufs Sprunggelenk bekommen und bin umgeknickt.« Eine weitere Untersuchung wird folgen.

Das heißt, Trainer Roland Seitz muss bangen, ob sein Angreifer bis zum Punktspiel gegen Darmstadt in zwei Wochen wieder einsatzfähig ist. Tuccis Ausfall wäre bitter, denn der Ex-Stuttgarter war in den bisherigen Tests gut in Form und hatte schon beim 4:1 gegen Nehren und dem 1:2 in Mainz getroffen.

Die Verletzung könnte auch die taktische Ausrichtung der Reutlinger zunichtemachen. Seitz hatte mit einem 4-4-2-System in der Rückrunde um Punkte spielen wollen, doch ohne Tucci müsste der Coach wohl wieder auf die Variante mit einem Angreifer - in diesem Fall - Makarenko - umstellen. Entsprechend fiel die Reaktion von Seitz aus. »Das war das Tor nicht wert«, kommentierte er die Verletzung Tuccis.

Dass aus dem angestrebten Testspiel-Sieg am Samstag nichts wurde, führte Seitz auch auf die besonderen Umstände zurück: zum einen darauf, dass der Kunstrasenplatz beim Stadion am Alsenweg mit 90 mal 60 Metern sehr klein war, was den Spielaufbau erschwerte. Zum anderen auf die Trainings-Belastung der vergangenen Woche mit sieben Übungseinheiten. Die Mannschaft sei müde gewesen, stellte der Oberpfälzer fest. Nach dem Rückstand durch einen umstrittenen Foulelfmeter des Ex-Reutlingers Daniel Reule (39.) war die SSV-Abwehr nach dem Seitenwechsel mit schnellem, direkten Mannheimer Spiel wiederholt ausgehebelt worden. Die Quittung waren zwei weitere Gegentore durch Giuseppe Burgio (53.) und Patrick Haag (64.). »Da haben wir einfach geschlafen«, urteilte Torschütze Makarenko, der das Unentschieden als »sehr glücklich« bezeichnete.

Die Aufholjagd imponierte Seitz. »Das war eine Super-Teamleistung. Die Mannschaft glaubt an sich. Das war in der Vorrunde noch anders«, stellte er fest. Bei ihrem Debüt traten die Neuzugänge Manuel Waidmann und Marc Hämmerle zwar kaum in Erscheinung, doch Seitz störte das nicht. »Manuel wird nach seiner langen Pause mit jedem Spiel besser werden und Marc braucht Platz, den er auf dieser Anlage nicht hatte.«
08.02.2010 | Frank Pleyer